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Bauplan fürs Kniendschießen

Aus Shooting.Wiki DE

Vorbereitung

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«« Die Vorbereitung fürs Kniendschießen beginnt mit der richtigen Platzierung und "Bearbeitung" der Kniendrolle. Steht man hinter dem Schießtisch und denkt sich vom Ziel über die Standmitte eine Linie, so liegt die Rolle leicht links versetzt auf der Linie.



»» Die Rolle wird schräg auf den Tisch gelegt. Zwischen Mittellinie (rot) und dem Knie, das später auf dem Tisch aufsitzt (orange Linie), sollte ein Winkel zwischen 50° und 80° eingehalten werden. Die Rolle wird dementsprechend gleich richtig platziert und gedreht. In die Rolle wird mit der Hand eine Mulde gedrückt/gehaun. Etwa 2/3 des Materials sollten "hinten" sein, damit der Fuß später nicht nach hinten wegrollt.

Auch die richtige Füllung der Kniendrolle ist wichtig!

Aufbau des Anschlags

Das erste Hinknien

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Folgende Position der Reißverschlüsse hat sich bei uns bewährt: beim rechten Bein sind beide Reissverschlüsse unten und beim linken (Stütz-)Bein ist ein Reissverschluss unten und der zweite knapp unter der Kniekehle, so dass der Oberschenkel frei ist.
Der Schütze stellt sich am besten auf den Tisch, das hat den Vorteil, dass er nicht versucht irgendwie auf die Rolle zu kommen und dass er bevor er sich hinkniet noch mal die Schießhose hochziehen kann (Wichtig! Ist die Hose zu weit unten, kann der Schütze den Winkel zwischen dem linken und rechten Bein nicht groß genug machen).

Der Schütze stellt sich mit seinem rechten Fuß direkt an die Mulde der Kniendrolle, hält die Hose fest und kniet sich nun hin.

Position des rechten Fußes

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Die Kante des Schießschuhes des rechten Fußes liegt komplett auf dem Schießtisch auf. Der Fuß ist gerade oder nur ganz leicht nach vorne in Richtung der Scheibe geneigt. Die Kniendrolle liegt direkt unter dem Fußrücken.


Linker Fuß, linker Ellnbogen, linke Hand

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  • Die Ferse des linken Fußes steht auf unserer am Anfang gedachten Linie von Ziel, Standmitte und Kniendrolle. Der linke Fuß wird nach rechts eingedreht, ungefähr parallel zum rechten Bein.
  • Der Winkel zwischen Standbein und rechten Bein sollte zwischen 50°-80° liegen. Bei Anfängern ist der Winkel vorsichtig zu vergrößern. Manchmal sind die Schützen gar nicht gelenkig genug oder die Schießhose gibt einen größeren Winkel nicht her.
  • Der linke Ellnbogen sitzt im Optimalfall knapp hinter dem linken Knie (in der Mulde hinter dem Knie). Bei kleineren Schützen kann er auch deutlich weiter hinten aufgesetzt sein (-> Sportordnung beachten!).
  • Der linke Fuß ist höchstens so weit beim Schützen, dass das Bein senkrecht steht, eher ein Stück weiter vorn.
  • Der Oberkörper ist relativ aufrecht, das Kniendschießen ist heute stärker an das Stehendschießen angelehnt als früher, als man sich noch richtig in den Kniendanschlag reingebuckelt hat.
  • Bevor der Schütze das Gewehr mit in den Anschlag nimmt, kann er versuchen, ob er durch Daumen/Zeigefinger der Stützhand sehen kann und die Scheibe sieht. Das ist die erste grobe Kontrolle.
  • Das Handgelenk der linken Hand wird nicht abgeknickt, das Gewehr liegt auf dem Daumenballen auf


Stützfuß

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Von vorne sollte die Linie Handstopp -> Ellnbogen -> Knie -> Ferse so senkrecht wie möglich zum Schießtisch sein. Hier ist das leider nicht optimal, da wegen den Proportionen des Schützen ein kleiner Kompromiss getroffen werden musste.


Nullpunktkorrektur

siehe Nullpunktkorrektur beim Kniendschießen

Die gemeinen Links/Rechts-Schwankungen

Beim Kniendschießen kommt es oft zu kleinen, schnellen Links-Rechts-Schwankungen. An manchen Tagen kann man diese einfach nicht abstellen. Wir wollen hier eine Idee vorstellen, mit der man die Zeit, die man zum Abziehen hat, verlängern kann.

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Zunächst die Erklärung der Farben:
Nullpunkt, Bewegungen der Mündung, Umkehrpunkt der Mündung, Zielscheibe. Die Abstände sind zum Verdeutlichen bewusst übertrieben, im Normalfall sind die Schwankungen deutlich geringer.
Auf dem linken Bild wurde der Nullpunkt so eingerichtet, dass er direkt im Scheibenzentrum liegt. Während dem Zielen wackelt die Mündung vom linken bis zum rechten Umkehrpunkt (und zurück). Der Schütze muss also exakt das Timing treffen und abziehen, wenn die Mündung kurz vor dem Scheibenzentrum ist. Die Zeitspanne hierfür ist nicht sehr groß.
Auf dem rechten Bild hat der Schütze den Nullpunkt absichtlich leicht neben dem Zentrum eingerichtet. Auch hier wird die Mündung zwischen den Umkehrpunkten hin und her wackeln. Aber der Schütze hat den Nullpunkt so eingerichtet, dass einer der beiden Umkehrpunkte im Scheibenzentrum liegt. Und daraus ergeben sich die Vorteile: 1. die Mündung steht im Moment des Abziehens ruhig und 2. die Zeit zum Abziehen ist länger. Ausprobieren!